von Lukas Böhm, Anna Haller, Barbara Gaal, Sarah Cerny (Mitarbeiter:innen der Konfiarbeit)

Liebe Konfis! Liebe Familien! Liebe Gemeindemitglieder!

Wer letzten Sonntag nicht hier war, hat nicht nur einen tollen Gottesdienst verpasst, sondern auch eindrucksvolle Gedanken unserer Konfirmand*innen. Zusammen haben sie zum Thema Feminismus fortschrittliche Überlegungen und gemeinsame Ideen präsentiert – ein Thema, das polarisiert. Und gerade zu diesem Thema war ihre Leistung umso mutiger und eindrucksvoller. Das hat sich auch im überschwänglichen Lob, das wir von allen Seiten und Anwesenden gehört haben, gezeigt.

Aber nicht nur im Gottesdienst, sondern ab der ersten Konfistunde hat sich gezeigt, wie außergewöhnlich dieser Jahrgang ist. Für jedes Thema zu begeistern, bei jedem Spiel dabei und eine große Offenheit und vor allem Neugier hat diese Gruppe ausgezeichnet. Es ist eine sehr vertraute und verbundene Gemeinschaft entstanden, weil sich alle voll darauf eingelassen haben. Und nach 100 Runden Werwolf kennt man einander dann doch ganz gut.

Ihr habt alle eine komplett neue Erfahrung gemacht. Ihr habt ein paar Monate mit – zu Beginn im Wesentlichen völlig fremden – Menschen verbracht und diese Reise durch Themen, Konfistunden, Wochenenden und Gottesdienstvorbereitung angetreten. Ihr habt uns an euren Gedanken, Gefühlen, Ideen teilhaben lassen – sie sind unglaublich spannend.

Es gehört auch einmal gesagt, dass es nicht leicht ist, gerade in dieser Zeit, anderen solche sensiblen Themen anzuvertrauen. Kaum jemand nimmt einen ernst, viele sagen, man ist in der Pubertät, man ist zu jung, fast alles wird als Provokation gesehen, man beginnt aber gleichzeitig zu hinterfragen – fixe Meinungen oder Vorgaben und auch, wer man selbst ist und man muss so vielen Vorstellungen und Rollen gerecht werden. Während man sich selber sucht, erwarten alle etwas von einem – und gerade in dieser Zeit habt ihr Mut bewiesen und euch verletzlich und verwundbar gezeigt, weil ihr offen und ehrlich wart. Ihr wart ehrlich mit uns und untereinander und das hat uns sehr berührt. Es war so spannend und interessant, weil eure Gedanken fortschrittlich, offen und erwachsen sind. Danke euch für diesen Mut und diese Offenheit. Es ist mehr als lohnend, euch ein offenes Ort zu geben und euch zuzuhören – und dieses Interesse von uns wird auch bleiben. Uns interessiert, was ihr zu sagen habt. Und wir wollen auch, dass ihr hier ein Zuhause, eine Anlaufstelle und ein offenes Ohr bei uns findet.

Wir würden auch gern noch ein paar Worte an die Eltern und Familien richten: Wir durften Ihre Jugendlichen jetzt ein paar Monate begleiten. Und es war eine riesige Freude und hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Wir hoffen, Sie wissen, was Sie da für tolle, lustige, interessierte, neugierige, offene und grundanständige junge Menschen zuhause haben. Das sind wirklich unglaublich wunderbare Jugendliche. Bitte schätzen und sehen Sie das.

Es war jede Woche eine große Freude, mit den Jugendlichen zu arbeiten. Und an der Stelle möchten wir auch das Team hervorheben. Wir ehrenamtlichen Konfimitarbeiter*innen haben gemeinsam mit Harald dieses Jahr mit viel Herzblut und viel Zeit hinter den Kulissen gestaltet. Deswegen hier auch großen Dank an Harald, der wirklich viel für diese Gemeinde leistet.

Und genauso, wie Harald für unsere Gemeinde unentbehrlich ist, ist das Fundament dessen, was wir den Konfis bieten können, ein zusammengeschweißtes, eingeschworenes Team. Anna, Lukas und Oliver repräsentieren für uns all das Gute, Wertvolle und Beeindruckende, das sowohl ein starkes Team als auch die Konfi-Zeit ausmacht. Über teilweise ein ganzes Jahrzehnt hinweg haben sie die Konfi-Arbeit geprägt – mit all ihrem Herzblut, unermüdlichem Engagement, Offenheit für andere Perspektiven, ganz viel Spaß und der ständigen Bereitschaft, Neues zu lernen. Dadurch haben sie der Gemeinde nicht nur eine interessierte und engagierte Zukunft gegeben, sondern auch den Konfis einen kleinen Teil ihres Lebens geschenkt.

Danke, Oliver, für deinen Humor und dein Talent, aus jeder Situation etwas Gutes zu machen. Danke, Anna, für deine Fürsorglichkeit und dafür, dass du für so viele von uns ein Vorbild bist. Und danke, Lukas, dass du das alles möglich gemacht hast und uns gezeigt hast, welch große Ehre es ist, diese Arbeit zu machen und sie mit dir teilen zu dürfen. Von allen ehemaligen und jetzigen Konfis: Wir hoffen, dass es euch genauso viel Freude bereitet hat, unsere Mitarbeitenden zu sein, wie wir es genossen haben, eure Konfis zu sein. Danke für alles – wir werden eure Lücke leider nicht füllen können. Und an alle zukünftigen Konfis: Keine Sorge, sie sind nicht vom Erdboden verschluckt. Sie kommen trotzdem jeden Freitag – halt erst nach 19:30 Uhr zur Jugendfreizeit

Mit dem heutigen Tag geht eure Konfizeit zu Ende. Gleichzeitig beginnt eure Zeit als Jugend dieser Gemeinde. Und die Jugend ist eine essentielle Säule und die Zukunft dieser Gemeinde. Wir hoffen, ihr bleibt uns erhalten und kommt jede Woche in den Jugendkreis – ihr kennt euch eh aus: Freitag 19:30, im Gemeindesaal. Wir würden uns wirklich freuen!